Bestenliste: Digitalkamera

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Zusammenfassung

Handliche Kompaktkameras lassen sich zwar schnell und unkompliziert in jeder noch so engen Hosen- oder Hemdtasche unterbringen, bieten im Bereich ihrer Zoomstärke aber oftmals nur mittelprächtige Möglichkeiten. Anspruchsvollen Foto-Liebhabern, die im Urlaub oder unterwegs von einem möglichst großen Zoombereich profitieren möchten, empfehlen wir daher die Anschaffung einer deutlich zoomstärkeren Bridgekamera. Bridgekameras sind eigentlich Kompaktkameras, die allerdings aufgrund ihrer etwas abweichenden Bauweise (sie sehen ein wenig wie Spiegelreflexkameras aus und sind auch fast so groß) eine eigene Kameragattung beanspruchen. Der Hauptvorteil dieser Kameras ist der enorm großer Zoom, der bis zu einer 60fachen Vergrößerung erlaubt. Darüber hinaus bieten Bridgekameras gegenüber Kompaktkameras ein viel größeres Angebot an Einstellungsmöglichkeiten an. Man kann zwischen ganz manuellen, halbautomatischen und vollautomatischen Programmen wählen. Neben Fotoaufnahmen kann man mit Bridgekameras auch gute Videoaufnahmen erstellen.

 

Alles wichtige in Stichpunkten:

Bridgekamera versus Spiegelreflexkamera

  • Eine Bridgekamera erinnert aufgrund ihres sperrigen Gehäuses stark an eine Spiegelreflexkamera, ist im direkten Vergleich jedoch deutlich preiswerter im Handel erhältlich.
    Doch nicht nur der Kaufpreis einer Bridgekamera bildet einen wichtigen Unterschied zur DSLR: Anders als diese verfügt die Bridgekamera über ein fest verbautes Objektiv sowie über einen kleineren Sensor.
  • Für den Besitzer bedeutet der Erwerb einer Bridgekamera zwar den Wegfall der oftmals als lästig empfundenen Mitführung von zusätzlichen Wechselobjektiven, mit der hervorragenden Bildqualität einer professionellen Spiegelreflexkamera können Bridgekameras hierfür allerdings nicht mithalten.

Der integrierte Zoom

  • Geht es um den verfügbaren Zoombereich einer Digitalkamera, so hat die Bridgekamera ganz klar die Nase vorn: Nahezu sämtliche aktuellen Modelle bringen es auf einen 25-fach optischen Zoom, einige Ausführungen wie beispielweise die Panasonic DMC-FZ72EG-K verfügen sogar über einen 60-fachen Zoom.
  • Wer neben der Aufnahme von weit entfernten Motiven auch Bildern von nahegelegenen Personen oder Gegenständen knipsen möchte, sollte sich nicht auf die erstbeste Bridgekamera mit umfangreichen Zoomwerten stürzen, sondern auch den angegebenen Weitwinkel-Wert des Modells beachten.
  • Je niedriger der Weitwinkel-Wert ausfällt, desto näher kann die Kamera auch an das gewünschte Motiv herangeführt werden. Eine Bridgekamera mit niedrigem Anfangs-Brennwert prädestiniert sich darüber hinaus auch besser zur Anfertigung von imposanten Landschaftsaufnahmen.
  • Wichtig: Viele Bridgekameras lassen sich trotz eines integrierten Bildstabilisators nicht verwacklungsfrei in höheren Zoombereichen verwenden - die zusätzliche Anschaffung eines Stativs ist somit unabdingbar.

Der Bildsensor

  • Multifunktionale Bridgekameras sind deutlich preiswerter zu haben, als professionelle Spiegelreflexkameras - diese Einsparung bezahlt der Käufer jedoch in erster Linie durch einen kleineren Bildsensor. Der große Nachteil: Je kleiner die Aufnahmefläche des Sensors ist, desto weniger Bildpunkte können auf ihr abgelegt werden. Um diesen Makel auszugleichen, füllen zahlreiche Hersteller von Bridgekameras die zur Verfügung stehende Sensorfläche mit möglichst vielen Bildpunkten auf.
  • Da viele Bildpunkte auf einer zu kleinen Fläche jedoch zwangsläufig nicht funktionieren können, muss man sich insbesondere bei Aufnahmen mit wenig Tageslicht auf lästiges Bildrauschen einstellen. Da derartige Verunreinigungen der Schnappschüsse selbstverständlich nicht den Wunschvorstellungen der Hersteller entsprechen, versuchen diese durch verschiedenste integrierte Programme zu einer Optimierung der Bilddateien beizutragen - erzielen hierdurch jedoch oftmals nur eine deutlich verlangsamte Reaktionszeit bei der Auslösung.
  • Für den Käufer bedeutet dies im Umkehrschluss, dass eine Bridgekamera nicht unbedingt die erste Wahl für schnelle Serien-Aufnahmen ist.


Weitere Vorteile einer Bridgekamera

  • Bridgekameras empfehlen sich in erster Linie für Foto-Fans, die auch auf längeren Reisen oder im Urlaub nicht ihre vollständige Ausrüstung mit sich herumtragen möchten - da bei einem derartigen Modell vollständig auf das Auswechseln von Objektiven verzichtet wird, ist idealerweise auch eine Verunreinigung des innenliegenden Sensors nahezu ausgeschlossen.
  • Ebenso wie teure Spiegelreflexkameras bieten auch Bridgekameras zahlreiche integrierte Auswahlmodi zur besseren Aufnahme von Sportveranstaltungen, Landschaften oder Makro-Bildern, darüber hinaus stehen auch Anpassungsmöglichkeiten für die bevorzugte Blende oder die Belichtungszeit zur Verfügung.
  • Viele aktuelle Modelle wie die Panasonic DMC-FZ100 verfügen über frei schwenkbare Bildschirme, welche auch Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven ermöglichen - dank des fehlenden Spiegels erweist sich zudem auch die Anfertigung von Videos als deutlich komfortabler.